Angepinnt schon früh mit Vorlesen beginnen

    • schon früh mit Vorlesen beginnen

      ich habe gestern damit angefangen, Sarah Gute Nacht Geschichten vorzulesen. Ist nur jeweils eine ganz ganz kurze und ich zeige ihr auch speziell die Bilder ... und erzähl was darauf passiert .. also wie das nachfolgend schon mal beschrieben wird ... wenn auf dem Bild ein Apfel unter dem Baum liegt, dann erzähl ich ihr beispiel dass dieser Apfel heruntergefallen ist .. oder wenn auf dem Bild auch noch ein Ball ist, dann zeige ich ihr den und weise darauf hin... etc.

      Und nachfolgendes habe ich dazu noch gefunden! (Viel zum Lesen aber spannend)

      Unter Psychologen und Pädagogen herrscht weitgehende Einigkeit darüber, dass kaum etwas die seelische und geistige Entwicklung so stark fördert, wie die Erzähl- oder Lesestunde mit Mami oder Papi, dem Opa oder der Oma. Für dieses Miteinander kann man sich gar nicht Zeit genug nehmen.

      Bei Babys kommt es noch mehr auf das Sprechen an sich - als auf den Inhalt an

      Bei Babys, bzw. Kleinkindern bis zu einem Alter von etwa eineinhalb bis zwei Jahren fördert das Sprechen miteinander, das Sprechen über Dinge und das Vorlesen vor allem noch die Sprachentwicklung. Es ist ganz wichtig, dass man mit den Kleinen schon zu einem Zeitpunkt viel spricht, zu dem sie noch nichts zu verstehen scheinen. Dabei lernen sie, ihr Interesse auf den Sprechenden zu richten, zuzuhören, verschiedene Tonfälle zu unterscheiden und schließlich die Bedeutung von Worten zu verstehen. Besonders förderlich ist dieses Sprechen in Situationen, in denen sich das Baby wohl fühlt, also z.B. beim Kuscheln, Füttern, Streicheln.

      Schon ab dem zweiten, dritten Monat kann man mit Babys die ersten "Zwiesprachen" halten, indem man seine Laute wiederholt oder es mit Wiederholungen animiert, selbst Laute zu wiederholen. So ein "Gespräch" kann durchaus schon ein paar Minuten anhalten und sowohl dem Baby, als auch seinem Gegenüber eine Menge Spaß machen - auch wenn noch keiner weiß, wovon der andere redet. Was vom Baby aber in jedem Fall verstanden wird, ist die Zuwendung, die es dabei genießen kann. Spaß fördert das Lernen, denn Kinder lernen vor allem das, was sie interessiert. Mit der Zeit werden solche "Gespräche" dann schon ein wenig differenzierter, bestimmte Laute werden häufiger gebraucht und "kommen" deutlicher, weil das Baby ausreichend Möglichkeit zum Nachahmen hat.

      Mit dem Denken kommt die Phantasie

      Schon mit einem Jahr sind Kinder zu beachtlichen intelligenten Handlungen fähig, doch haben diese noch nicht viel mit "Denken" zu tun. Erst im Laufe des zweiten Lebensjahres verfeinern sich die Fähigkeiten der Wahrnehmung langsam so weit, dass das Kind Zusammenhänge verstehen kann - und daraufhin lernt, selbst erste logische und sinnvolle Schritte zu unternehmen. In dieser Zeit lernt es z.B. erstmals, auf die Zukunft zu schließen, weiß mit etwa zwei Jahren, dass jemand nachsehen geht, wenn es an der Tür klingelt und ahnt, dass ein Spaziergang bevorsteht, wenn Mami mit dem Mützchen kommt. Es erinnert sich nun auch an Dinge, die immer weiter zurückliegen, z.B. an eine Busfahrt vom gestrigen Tag, lernt von Handlungen auf Folgen zu schließen (und umgekehrt), lernt ein Stück weit "vorauszusehen" und schließlich die Bedeutung von "was wäre wenn". Mit diesem Denken kommen Phantasie und Vorstellungsvermögen, für deren Entwicklung Erwachsene viel tun können.

      Geschichten und erste, kleine Kinderbücher zum Vorlesen

      Wie oben schon gesagt, ist dieser Entwicklung kaum etwas so förderlich wie die Zuwendung mit dem Gespräch, das Erzählen einer Geschichte, das Vorlesen aus einem Bilderbuch, das Sprechen über die Bilder darin. Wenn man dabei ein paar Punkte beachtet, macht es beiden Seiten noch mehr Spaß:

      Die Zeit des Vorlesens und Geschichtenerzählens sollte immer auch eine Zeit der Nähe und Geborgenheit für das Kind sein. Es sollte sich dabei ankuscheln können und genießen dürfen, dass Mami (oder Papi) nun einmal ganz uneingeschränkt Zeit für es hat. Die körperliche Nähe fördert "nebenbei" die Eltern-Kind-Bindung und die seelische Stabilität der Kleinen.

      Beim gemeinsamen Durchblättern der allerersten Kinderbücher ist es besonders wichtig, über die Bilder zu sprechen. Das Verständnis eines Teils der Handlung (z.B. dass ein Apfel an einem Baum hängt und herunterfallen kann) ist für kleine Kinder jetzt noch genauso interessant, wie das Wissen um eine kompliziertere Handlung in fortgeschrittenerem Alter.

      Mit der Zeit werden sich die Nachfragen der Kleinen häufen. Zeigen Sie sich geduldig, auch wenn dieselbe (für Sie banale) Frage zum x-ten Mal gestellt wird. Für das Kind ist das Verständnis von etwas, für das es sich gerade interessiert u.U. viel wichtiger als die Bilder auf der nächsten Seite.

      Sparen Sie nicht mit Lob, wenn etwas richtig erkannt oder etwas richtig wiederholt wird. Lob macht Lust auf mehr Lob - und diese Lust spornt das Denken an. Korrigieren Sie ein gedanklich engagiertes Kind nicht zu sehr in seiner Aussprache. Es ist ganz natürlich, dass es die Aussprache ein wenig vernachlässigt, wenn es emotional "gefesselt" ist.

      Besonders günstig ist es, wenn "Erzähl- und Lesestunden" zu einem festen Ritual innerhalb der Familie werden, auf das sich die Kleinen freuen können. Wohl am beliebtesten sind die "Gute-Nacht-Geschichten" vor dem Schlafengehen. Denn ebenso wie Erwachsene neigen Kinder dazu, vor dem Einschlafen nachzudenken, was das Abschalten erschwert. Kinderbücher bieten mit Gute-Nacht-Geschichten wunderbare, positive "Schienen", auf die man die Gedanken der Kinder lenken kann und auf denen sie später - nach dem Vorlesen oder Erzählen - von alleine "weiterfahren".

      Welche Geschichten oder Kinderbücher sind zum Vorlesen geeignet?

      Sicher nicht alle. Die wichtigste Voraussetzung vor allem für den Einsatz als Gute-Nacht-Geschichte ist, dass sie ein gutes Ende haben. Ein wenig spannend dürfen sie ruhig sein - nur eben nicht traurig oder gar bedrohlich. Es gibt eine ganze Anzahl Märchen, die leider völlig untauglich sind. Das liegt vor allem darin begründet, dass man zur Zeit ihrer Erfindung neben der Unterhaltung auch erzieherische Ziele mit dem Vorlesen oder Erzählen verband und der Begriff "Kinderpsyche" eher noch ein Fremdwort war.

      Heute weiß man, dass besonders kleine Kinder gruselige Inhalte noch nicht verarbeiten können. Besonders gut sind dagegen Geschichten aus dem Alltag, also Geschichten vom Einkaufen, vom Autofahren, vom Ausflug ins Blaue, Bauernhof - oder Tiergeschichten.

      Reine Bildergeschichten sind vor dem Einschlafen übrigens weniger geeignet als phantasievolle, heitere - vielleicht sogar selbst erfundene - Geschichten, die Mami oder Papi erzählen oder vorlesen.

      Zum Schluss richtig schmusen und kuscheln

      Viele Kinder möchten zum Schluss noch einmal richtig schmusen und kuscheln. Legen Sie das Buch nach dem Vorlesen auf die Seite und nehmen Sie sich alle Zeit dafür. Kinder holen sich damit noch einmal ein großes Stück Ruhe und Geborgenheit für die Nacht.

      "Erzähl- und Vorlesestunden" nie als Strafe aussetzen

      Die einmal lieb gewonnene Nähe zu den Eltern während dieser Zeiten sollte man nie "zur Strafe" aussetzen. Schon gar nicht die Gute-Nacht-Geschichte! Kinder können einen Liebesentzug - sie empfinden den Vorgang als solchen - nicht verstehen oder gar als Strafe begreifen. Vielmehr kann die fehlende Möglichkeit der Verarbeitung ihr seelisches Gleichgewicht nachhaltig stören.
    • das gehört auch noch dazu:


      "Bitte schick mir einen schönen Traum !", rief der kleine Prinz vom Turm seines Schlosses dem Sandmännchen zu, das auf den Weg zur Erde an seinem Planeten vorbeiflog..."
      "Wird gemacht", antwortete das Sandmännchen, lachte und winkte zurück.

      Kleine Geschichten, das gemeinsame Betrachten von Bilderbüchern und/oder das Vorlesen daraus helfen Kindern schon vom Babyalter an bei der Entwicklung ihrer Phantasie.

      Besonders zwischen den Deckeln von Kinderbüchern wartet eine stille, wunderbare Schule des Sehens, der Wahrnehmung und des Träumens.
    • ich muss gestehen...ich bin nicht so der vorlese freak ;)

      aber monetan...weil ich selbst es super finde lese ich den jungs fünf freunde vor...
      gut...ich hab hi und da mal ne geschichte vorgelesen und auch mal selbst erfunden...aber nu nicht jeden tag..
    • Sugar, ich werde zwar jetzt damit anfangen, aber ich glaube, dass ich auch jetzt nicht jeden Tag lesen werde, vielleicht auch nur drei-viemal die Woche. Bin halt a net so der Lese-Freak, ich hasse eigentlich Lesen, habe auch keine Bücher von zu Hause, außer natürlich für Luca, ich habe aber noch nie ein Buch gehabt :pfeif: :pfeif:
    • ich muss jeden Tag vorlesen, als Luca s Cousin da war (7) war er auch total begeistert vom vorlesen, er bekommt es auch nicht oft. Je nachdem wie ich drauf bin lese ich nur eine ganz Kurze sonst so die Brüder Grimm Geschichten für die Kleinen etwas angepasst so das die Geschichte auch immer bis zum Ende gelesen werden kann, oder ich sing ihr aus dem Liederbuch von Reinhardt Lakomy vor. Ist auch eine gute Strafe, wenn mal überhaupt nichts geht, dann gibts halt auch mal keine Geschichte, dann ist zwar Mord und Todschlag, aber es wirkt.
    • ich lese meiner tochter seit einer woche immer dasselbe buch mit denselben bildern vor, das geht so:

      wir legen uns auf die spielematrazte..ich mich neben sie auf den rücken und halte das buch in die luft..sie guckt dann rauf und ich les was das steht, vom schwan und wo der mond wohnt...und dann schau ich immer sie und das buch an und sie genauso..imme rbuch, mama, buch mama..sie findet es klasse, lacht viel wenn ich lese, weil sich das ja ganz anders anhört als wenn ich normal spreche..
      sie ist 5 monate alt und liebt vorlesen..ich tu das jeden abend...habs ins gute nacht ritual miteingezogen...

      ;)
    • ja stimmt..das beste ist ja..ich hab das thema gerade eben endeckt...tja manchmal seh ich nicht alles... :blaeh:


      sie findet das super..und ich denk auch..vorerst genügt ein buch..keine abwechslung..bis alles mal ihren rhytmus hat...sie findet es klasse...der mond darin im buch ist aus silber papier...den liebt sie...kommt nach mama...die findet auch alles geil was gläntzt :lach:
    • Ich würde jetzt auch gerne mal mit regelmäßigem Vorlesen anfangen. Dominik hat auch jede Menge Kinderbücher, aber alles so Babybücher (Fühlbücher aus Stoff, die knistern und so). Keine "richtigen" Geschichten.
      Frage: kann jemand der "Vorlese-Mamis" vielleicht ein besonderes Buch empfehlen mit Gute-Nacht-Geschichten und schönen Bildern, die zum Lieblingsbuch geworden sind?
      Ich werde auf jeden Fall auch noch mal stöbern, aber bei dem Riesenangebot weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll und was dann den Kleinen auch wirklich Spaß macht...
    • Was hälst Du denn von ruhigen, bzw. generell von Fingerspielen?

      Oder einfach eine kurze Geschichte erfinden. Ich bin mir nicht sicher, aber es wird bestimmt schwierig werden ein passendes Buch zu finden. Ich bin der Meinung, das Kinder in diesem Alter entweder zuhören oder schauen.....und da Bilder interessanter sind....würde ich zu Büchern neigen, die nur mit Bildern versehen sind. Oder halt Fingerspiele, habe ich damals mit Dominik oft gemacht und mache ich auch schon mit Luca!
    • also wir haben immer dasselbe und sie liebt es..es heisst

      wo der mond wohnt von ivan gantschev (hoffe richtig geschrieben..es ist inihrem zimmer, kann nich nachgucken)

      es ist toll, ein bisschen abstrackt aber sie liebt es...und ist süss die geschichte...ich lese immer alles vor und sie kann bilder gucken..etwa zehn minuten dauert das ganze.
    • Wenn anfange ein Buch vorzulesen, ist es für Luca uninteressant. ER muss das Buch dann unbedingt haben. Selbst wenn er im Bett liegt und ich vorlesen möchte, steht er auf, zieht sich hoch und ist unruhig!

      Deswegen mache ich dann lieber die Fingerspiele und versuche es zu einem späteren Zeitpunkt
    • schnuffelbärchen, dein Schatz ist ja nur ein bisschen älter als Sarah ... es spielt daher also noch keine Rolle was du am vorlesen bist.
      Es kommt ja in diesem Alter absolut nicht auf den Inhalt an.

      Ich lese Sarah ein Buch vor, welches schon für ältere Kinder ist ... also schätzungsweise 2 jahre ... aber es hat so schöne Bilder darin *gg*

      Von Lisl Wiesl und Maxl Dachs *gg* auch Heidi Hase kommt darin vor :lach: ....Sarah lacht manchmal wenn es gar nix zu lachen gibt und dann muss ich wegen ihr auch lachen und dann lacht sie wiederum weil ich lache :lach: :lach: :lach:
    • ist ja auch geil lisl wisl.. :lach:

      genau...bei rahel ist es auch so..die stimme ist ja ganz anders beim vorlesen und sie mag das..dann guckt sie immer abewchslungsweise mich und das buch an..und der mond im buch ist silberdruck..sie liebt ihn.. :ohnmacht: